Bava Batra 297

Kapitel 297

א יהנה בהן מהי דניהוי כולהו מתנה קאמר או דלמא ליתהני מינייהו מידי קאמר יראה בהן מהו יעמוד בהן מהו ישען בהן מהו תיקו
1 er soll genießen: meinte er, alles soll ihm geschenkt sein, oder aber, er soll davon irgendwie nutznießen? Wie ist es, [wenn er gesagt hat:] er soll es ansehen? Oder: er soll darin stehen? Oder: er soll sich auf diese stützen? – Dies bleibt unentschieden.
ב איבעיא להו מכר כל נכסיו מהו אמר רב יהודה אמר רב אם עמד אינו חוזר וזימנין אמר רב יהודה אמר רב אם עמד חוזר ולא פליגי הא דאיתנהו לזוזי בעינייהו הא דפרעינהו בחובו
2 Sie fragten: Wie ist es, wenn er all seine Güter verkauft hat? Zuweilen sagte R. Jehuda im Namen Rabhs, wenn er genesen ist, könne er nicht zurücktreten, und zuweilen sagte R. Jehuda im Namen Rabhs, wenn er genesen ist, könne er zurücktreten. Das ist aber kein Widerspruch; eines von dem Falle, wenn das Geld noch vorhanden ist, und eines von dem Falle, wenn er damit eine Schuld bezahlt hat.
ג איבעיא להו שכיב מרע שהודה מהו ת"ש דאיסור גיורא הוה ליה תריסר אלפי זוזי בי רבא רב מרי בריה הורתו שלא בקדושה ולידתו בקדושה הואי ובי רב הוה
3 Sie fragten: Wie ist es, wenn ein Sterbenskranker bekannt hat? – Komm und höre: [Der Proselyt] Isur hatte zwölftausend Zuz bei Raba, und bei seinem Sohne R. Mari war die Schwängerung nicht in Heiligkeit und die Geburt in Heiligkeit erfolgt.
ד אמר רבא היכי ניקנינהו רב מרי להני זוזי אי בירושה לאו בר ירושה הוא אי במתנה מתנת שכיב מרע כירושה שויוה רבנן כל היכא דאיתיה בירושה איתיה במתנה כל היכא דליתיה בירושה ליתיה במתנה
4 Da sprach Raba: Auf welche Weise soll R. Mari dieses Geld eignen? Wenn durch Erbschaft, so kann jener nichts vererben; wenn durch Schenkung eines Sterbenskranken, so haben ja die Rabbanan die Schenkung eines Sterbenskranken der Vererbung gleichgestellt, und wo eine Vererbung erfolgen kann, kann auch eine Schenkung erfolgen, wo aber eine Vererbung nicht erfolgen kann, kann auch eine Schenkung nicht erfolgen;
ה אי במשיכה ליתנהו גביה אי בחליפין אין מטבע נקנה בחליפין אי אגב קרקע לית ליה ארעא אי במעמד שלשתן אי שלח לי לא אזילנא
5 wenn etwa durch das Ansichziehen, so befindet es sich ja nicht bei ihm; wenn etwa durch Tausch, so wird ja gemünztes Geld nicht durch Tausch geeignet; wenn etwa in Verbindung mit einem Grundstücke, so hat er ja keinen Grundbesitz; und wenn durch das Beisammensein von uns dreien, so werde ich, wenn er mich rufen läßt, nicht hingehen.
ו מתקיף לה רב איקא בריה דרב אמי אמאי ולודי איסור דהלין זוזי דרב מרי נינהו וליקנינהו באודיתא אדהכי נפק אודיתא מבי איסור איקפד רבא אמר קא מגמרי טענתא לאינשי ומפסדי לי
6 R. Iqa, Sohn des R. Ami, wandte ein: Isur kann ja bekennen, daß dieses Geld R. Mari gehöre, sodann eignet jener es durch die Bekennung!? Inzwischen wurde die Bekennung von Isur ausgestellt. Da zürnte Raba und sprach: Sie belehren die Leute und schädigen mich.